Dem Philosophen und Dichter Stanislaw Lem in Dankbarkeit und Verehrung gewidmet.
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Das ist aber keineswegs meine Absicht. Vielmehr propagiere ich "Vieles" als Antidot gegen die Überbetonung des "Einen", insbesondere des all-einzigen Gottes der Monotheismen, auch gegen die unkontrollierte Wirtschaftsmacht von Monopolen, gegen politische Monokratien (Alleinherrschaft ohne Gewaltenteilung) und dementsprechend gegen jedwedes Ein-Parteien-System, und schließlich gegen jeden wissenschaftlichen Monismus, der Alles mit einer Methode zu untersuchen und aus einem Prinzip erklären zu können vorgibt. Der Begriff "Vieles" dient hier also als ein erstes Gegenmittel gegen Einseitigkeiten, die ich insgesamt zumindest als kritikbedürftig, im besonderen auch als menschenschädlich ansehe, die aber, positiv gewendet, in der Vielheit ihrer unterscheidbaren Aspekte, in ein in sich plurales Ganzes einbezogen werden können und sollten.
Dementsprechend ist "das Ganze" nicht als Einheit, als Urgrund von Allem, als All zu verstehen, sondern als ein jeweils neues und insofern wieder anderes Ergebnis menschlicher Verstandesbemühung, die Vielheiten des Seins relational, also in ihrer Bezogenheit aufeinander, in einen Gesamtzusammenhang zu bringen, ihnen vielleicht sogar einen Gesamt-Sinn zu geben. Eine solche Sinngebung ist allerdings immer nur eine nachträgliche, und sie bleibt insofern kritisierbar und revidierbar. Denn der Zweifel ist berechtigt, ob es überhaupt einen "höchsten" bzw. "tiefsten" Sinn geben kann. Sicher ist nur, dass wir allenthalben schlimme Sinnlosigkeit vorfinden können. Das sollte unsere Anstrengungen erhöhen, nicht selber zur Mehrung des Unsinnigen beizutragen, wenn wir uns an den über Jahrtausende riskierten und weitergeführten Versuchen beteiligen, das Differente und Disparate in Sinnzusammenhänge einzubeziehen.
Der pluralistische Ansatz meines Denkens macht freilich notwendig, dass ich mich tatsächlich mit Vielem, insbesondere auch mit vielen Wissenschaften, befassen muss, weil das Ganze des Seins, dieses zentrale Thema alles Philosophierens, nur dann angemessen denkend angegangen werden kann, wenn man dabei seine verschiedensten Aspekte berücksichtigt. Das soll dann im ersten Teil meiner Arbeit unter dem Titel "Von der Kritik am all-einzigen Gott zum Miteinander der Wesentlichkeiten" geschehen. Im zweiten Teil "Perspektiven einer Korpuskulartheorie der Gravitation" wird zwar in ähnlicher Weise versucht, die verschiedensten Aspekte eines Gesamtproblems je für sich zu erkunden, um daraus eine neue Gesamttheorie abzuleiten. Aber dem Thema "Gravitation" entsprechend kommen eher andere Aspekte als im ersten Teil zum Tragen, etwa die Phänomenologie der Schwereerfahrung, die Wissenschaftsgeschichte der Gravitationstheorien einschließlich einiger Irrwege, heutige physikalisch-experimentelle und astronomisch-empirische Feststellungen und auch einige überprüfungsbedürftige und nach Möglichkeit überprüfbare Hypothesen. Sie sollen je für sich gewürdigt werden, um daraus eine neue Gesamttheorie der Gravitation abzuleiten, die allerdings in der ursprünglichen Fassung des Genfer Mathematikers Nicolas Fatio de Duillier schon mindestens 320 Jahre alt ist.
Auf jeden dieser Hauptteile folgt ein Literaturverzeichnis, und als Abschluss des Ganzen eine Reihe von thematisch relevanten Buchbesprechungen und eine Aufstellung über eigene Vorträge und Veröffentlichungen.